Guide

Für ruhige Stile wie Yin und Hatha brauchst du weite, warme Kleidung, weil du lange in einer Position bleibst und auskühlst. Für dynamische Stile wie Ashtanga oder Vinyasa brauchst du enger anliegende, dehnbare Teile, die beim Umdrehen nicht verrutschen. Das Material entscheidet in beiden Fällen mit.

01 Ruhige Stile: weit, warm, Schichten zum Ausziehen
02 Dynamische Stile: eng anliegend, dehnbar, griffiges Material
03 Immer wichtig: kein Drücken am Bund, keine Durchsichtigkeit beim Beugen

Welches Material eignet sich für Yogakleidung?

Das Material muss zwei Dinge können: sich dehnen und Feuchtigkeit von der Haut wegleiten. Ein drittes kommt dazu, das viele unterschätzen: Griffigkeit.

Auf glattem Polyester rutschen Füße, Knie und Unterarme weg. Im Baum oder in der Krähe kostet dich das die Position. Naturfasern haben eine rauere Oberfläche und geben dir Halt, ohne dass du auf die Matte greifen musst.

Wir arbeiten mit TENCEL™ Modal. Die Faser wird aus Buchenholz gewonnen und in Österreich hergestellt. Sie nimmt Feuchtigkeit auf, trocknet schnell und nimmt Gerüche langsamer an als Polyester. Du musst ein Teil also nicht nach jeder Einheit waschen.

Yogakleidung aus TENCEL Modal von Lounge Cherie

Welcher Schnitt passt zu welchem Yogastil?

Weite Yogahose für Hatha und Yin Yoga

Weit, warm, in Schichten

Bei Hatha und Yin hältst du Positionen mehrere Minuten. Der Körper arbeitet kaum, die Temperatur fällt. Eine weite Hose und ein lockeres Oberteil sind hier richtig, dazu etwas zum Überziehen für die Endentspannung.

Enge Leggings sind bei diesen Stilen eher störend, weil du bei langem Sitzen den Druck am Bund spürst.

Hose Kiki ansehen

Enganliegende Yogaleggings für Ashtanga und Vinyasa

Eng anliegend und dehnbar

Bei schnellen Abfolgen soll nichts im Weg sein. Im herabschauenden Hund rutscht ein loses Shirt nach unten, im Umkehrstand erst recht. Enger anliegende Teile bleiben, wo sie sind.

Achte darauf, dass die Leggings im Schritt und an der Hüfte doppellagig ist. Sonst wird sie beim Beugen durchsichtig, und du denkst während der Praxis daran statt an den Atem.

Leggings Nanda ansehen

Helle Yogakleidung für Kundalini Yoga

Hell, am liebsten weiß

Im Kundalini Yoga wird traditionell Weiß getragen, oft dazu ein Turban. Die helle Kleidung soll helfen, sich klarer und ausgeglichener zu fühlen.

Praktisch heißt das: Schnitt eher locker, Material blickdicht. Weiß in dünner Qualität wird schnell durchsichtig, gerade wenn du schwitzt.

Wickelshirt Mira ansehen

Was macht einen guten Hosenbund aus?

Das ist die Stelle, an der die meisten Yogahosen scheitern. Ein Bund muss in jeder Position mitgehen, ohne einzuschneiden. Im Vorwärtsbeugen, im Drehsitz, im Schulterstand.

Wir haben dafür lange getestet und unsere Modelle von Yogalehrerinnen tragen lassen, bis die Schnittführung gepasst hat. Herausgekommen ist ein breiter Bund, den du hochgezogen als High Waist tragen kannst, dann wärmt er Rücken und Bauch. Umgeklappt wird er zum Low Waist Bund, wenn dir warm wird.

Wenn die Hose drückt, denkst du an die Hose. Genau das soll beim Yoga nicht passieren.

Welche Farbe passt zu deiner Praxis?

Yogakleidung sollte dich nicht ablenken. Deshalb arbeiten wir mit ruhigen Farben und weichen Linien. Trotzdem lohnt der Blick auf die Wirkung, denn viele Yogis wählen die Farbe bewusst.

Weiß steht für Klarheit, Einfachheit und Neutralität. Im Kundalini Yoga die traditionelle Wahl.

Schwarz wird mit Kraft und Stärke verbunden. Zeitlos und unaufdringlich.

Blau steht für Ruhe, Vertrauen und Verlässlichkeit. Dunkelblau wirkt zusätzlich klassisch.

Orange gilt als Farbe der Meditation. Im Buddhismus die Farbe der Enthaltsamkeit, in Indien die der Swamis.

Gelb steht für Freude, Energie und einen offenen, lernfreudigen Geist.

Rot wird mit Leidenschaft und Energie verbunden. Passend, wenn du Kraft für Power Yoga suchst.

Und was hat es mit den Chakrenfarben auf sich?

Manche Yogis tragen die Farbe des Chakras, an dem sie gerade arbeiten. Chakra bedeutet Rad oder Wirbel. Die Chakrenlehre stammt aus Indien und beschreibt Energiezentren im Körper, die jeweils in einer Grundfarbe schwingen und mit bestimmten Körperregionen verbunden sind.

Wurzelchakra feuerrot, Sakralchakra orange, Solarplexus gelb bis goldgelb, Herzchakra grün und rosa, Halschakra hellblau, Stirnchakra indigoblau, Kronenchakra violett bis weiß.

Woran erkennst du fair produzierte Yogakleidung?

Die Yamas sind die ethischen Verhaltensregeln, die Patanjali im Yoga Sutra niedergeschrieben hat. Ahimsa, die Gewaltlosigkeit, steht an erster Stelle. Wer sie ernst nimmt, denkt sie auch beim Einkauf mit.

Konkret heißt das: Frag nach, wo der Stoff herkommt und wo genäht wird. Ein Label, das beides nennt, hat nichts zu verbergen. Bei uns kommt der Stoff aus Österreich, genäht wird in Kroatien. Die Faser stammt aus Buchenholz und ist biologisch abbaubar, bei unseren C2C-Modellen gilt das auch für das Elastan.

Und für Männer?

Dasselbe gilt eins zu eins. Weite Hose und lockeres Shirt für ruhige Stile, engere Schnitte für dynamische. Der einzige Unterschied ist praktischer Natur: Bei Männern ist die Blickdichtheit heller Hosen noch häufiger ein Thema, weil die Stoffe dünner geschnitten werden.

Unsere Yogawear für Herren ist aus demselben Material gefertigt wie die Damenmodelle.

Häufige Fragen

Weite Hose oder Leggings, was ist besser?

Das hängt vom Stil ab. Weite Hose bei Yin, Hatha und Restorative, Leggings bei Vinyasa, Ashtanga und allem, wo du dich schnell bewegst oder in Umkehrhaltungen gehst. Wenn du beides praktizierst, brauchst du beides.

Was ziehe ich zum ersten Yogakurs an?

Etwas Bequemes, das du schon hast. Eine Leggings oder Jogginghose und ein Shirt, das beim Vorbeugen nicht rutscht. Kauf erst, wenn du weißt, welcher Stil dir liegt.

Warum sind Leggings oft durchsichtig?

Weil der Stoff im gedehnten Zustand dünner wird. Eine doppelte Lage im Schritt- und Hüftbereich löst das. Beim Kauf hilft ein einfacher Test: Hose über die Hand spannen und gegen das Licht halten.

Rutscht Modal auf der Matte?

Deutlich weniger als Polyester. Die Faseroberfläche ist griffiger, dadurch bleiben Knie und Unterarme, wo sie sein sollen.

Wie oft muss ich Yogakleidung waschen?

Modal nimmt Gerüche langsamer an als Polyester, du kannst ein Teil also öfter tragen. Waschmaschine bei 40 Grad im Schonwaschgang, nicht in den Trockner.

— Ursula Matschy